Opel Werkstatthandbuch

Das Opel Werkstatthandbuch
Ein eigenes Fahrzeug kostet. Steht eine Reparatur an, ist der Griff zum Schraubenschlüssel oft nicht nur durch technisches Interesse motiviert. Auch aus Kostengründen greifen immer mehr Autobesitzer zur Selbsthilfe, und sie finden Unterstützung in Werkstatthandbüchern und Reparaturanleitungen.

Bei Hobbyschraubern bekannt sind die Buchreihen „Jetzt helfe ich mir selbst“, „So wird’s gemacht“ und „Reparaturanleitung“. Diese Anleitungen sind aber nicht vom Fahrzeughersteller selber herausgegeben, sondern von speziellen Verlagen. Das Vorbild einer Reparaturanleitung ist immer das originale Haandbuch, das in Deutschland leider nur den Vertragswerkstätten vorliegt.

Das Werkstatthandbuch: Orientierung für alle Opel-Mechaniker

Das Werkstatthandbuch ist allerdings wesentlich umfangreicher als ein Reparaturhandbuch. Auch bei Opel ist es die maßgebliche Orientierungshilfe für Reparaturen in der Vertragswerkstatt. Es erscheint jeweils, wenn ein neuer Fahrzeugtyp ausgeliefert wird. Zusätzlich werden bei Bedarf besondere Service-Anleitungen den Opel-Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. Denn auch nach den ersten Verkäufen eines neuen Typs kommt es oft zu Anpassungen oder Verbesserungen, und auch diese müssen für die Werkstatt dokumentiert sein.

Baugruppen und Komponenten

Komplettiert werden die Handbücher durch die Herausgabe von Handbüchern für einzelne Komponenten und Baugruppen. So gibt es oft separate Ausgaben für die Bereiche Elektrik, Fahrwerk, Getriebe, Motor oder Karosserie. Für den Opel Kadett wurde ein zweibändiges Handbuch herausgegeben, dass zusätzlich die Komponenten Technik, Elektrik und Karosserie behandelt.

Für ältere Fahrzeuge werden die Handbücher auch von Buchhandlungen oder Internetportalen den Verbrauchern direkt angeboten. Für neuere Fahrzeugtypen ist dieser Handel aber von den Autoherstellern untersagt, sie bestehen auf ihrem Urheberrecht. Denn sie wollen, dass ihre Werkstätten bevorzugt über alle notwendigen Informationen verfügen. Die Hersteller argumentieren, dass ein umfangreiches Werkstattnetz zusätzliche Kosten verursacht, also sollte jede Opel-Werkstatt einen Informationsvorsprung vor den freien Werkstätten haben.

In den USA sind die gesetzlichen Vorschriften weniger streng. Die englischen Ausgaben der Handbücher sind dort auch im freien Verkauf erhältlich. Lesbar sind diese Bände auch mit geringen Englischkenntnissen. Denn jedes Bauteil ist entweder gezeichnet oder als Foto abgedruckt, auch jeder Arbeitsschritt ist bebildert. Und mit Google lernt man schnell die nötigen Fachbegriffe.

Festzuhalten bleibt, dass ein originales Werkstatthandbuch umfangreicher ist als eine Reparaturanleitung. Aber auch mit nur einem von beiden findet der Hobbyschrauber für die meisten Probleme genügend Hinweise, um mit geringen Kosten sein Fahrzeug selber instand zu halten.